{"id":2323,"date":"2020-11-09T19:02:35","date_gmt":"2020-11-09T18:02:35","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.tib.eu\/wp\/dini-ag-blog\/?p=2323"},"modified":"2020-11-09T19:02:35","modified_gmt":"2020-11-09T18:02:35","slug":"tag1-5jahrekdsf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.dini.de\/EPub_FIS\/2020\/11\/09\/tag1-5jahrekdsf\/","title":{"rendered":"1. Tag des Workshops &#8222;5 Jahre KDSF im deutschen Wissenschaftssystem&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Am 9. und 10. November 2020 organisieren das Deutsche Zentrum f\u00fcr Hochschul- und Wissenschaftsforschung und die DINI-Arbeitsgruppe \u201eForschungsinformationssysteme\u201c eine \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche virtuelle Veranstaltung zum Thema Kerndatensatz Forschung (KDSF). Mit der Veranstaltung werden nunmehr f\u00fcnf Jahre Kerndatensatz Forschung zum Anlass genommen, um \u00fcber dessen Umsetzung, dabei gemachte Erfahrungen sowie Entwicklungen und Perspektiven zu sprechen und sich auszutauschen.<\/p>\n<p>\u00dcber 200 Teilnehmende starteten am ersten Tag mit den Vortr\u00e4gen von Dr. Sophie Biesenbender (DZWH) und Dr. Rainer Lange (Gesch\u00e4ftsstelle des Wissenschaftsrats) in den ersten <a href=\"https:\/\/dini.de\/veranstaltungen\/workshops\/fuenf-jahre-kerndatensatz-forschung-im-deutschen-wissenschaftssystem-umsetzung-entwicklungen-und-perspektiven\/programm\/\">Veranstaltungstag<\/a>. Die beiden Referent*innen beleuchteten das Werden und die weitere Entwicklung des Standards KDSF (nicht zuletzt unter Hinweis auf die <a href=\"https:\/\/www.wissenschaftsrat.de\/SharedDocs\/Pressemitteilungen\/DE\/PM_2020\/pm_2720.html\">aktuellen Empfehlungen des Wissenschaftsrat<\/a>) sowie die damit verbundenen besonderen Herausforderungen. Zu letzteren z\u00e4hlen auch die vom Publikum aufgeworfenen Fragen nach dem Umgang mit Neudefinitionen und Anpassungen, nach dem Spannungsfeld zwischen begrenzten finanziellen und zeitlichen Ressourcen und der Freiwilligkeit der Anwendung, sowohl auf Seite der Daten bereitstellenden als auch auf Seite der abfragenden Einrichtungen sowie nach dem Stand des KDSF in den f\u00f6deralen Strukturen.<!--more--><\/p>\n<p>Der pers\u00f6nliche Austausch w\u00e4hrend der Mittagspause war aufgrund des erforderlichen digitalen Format leider nur eingeschr\u00e4nkt m\u00f6glich. Erfreulicherweise hat das zumindest einen kleineren Kreis nicht davon abgehalten, sich in einer virtuellen Pause in wonder.me zu treffen. Auch bei Twitter wurde rege getwittert (<a href=\"https:\/\/twitter.com\/search?q=%235JahreKDSF&amp;src=typed_query&amp;f=live\">#5JahreKDSF<\/a>\u00a0und <a href=\"https:\/\/twitter.com\/search?q=%23KDSF&amp;src=typed_query&amp;f=live\">#KDSF<\/a>) und diskutiert. Die zahlreichen Fragen, die im Verlauf des gesamten ersten Workshop-Tages in den Chat gestellt wurden, samt der dazugeh\u00f6rigen Antworten, werden wir versuchen, zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt hier im Blog gesammelt zug\u00e4nglich zu machen. Die Vortragsfolien werden zeitnah auf der <a href=\"https:\/\/dini.de\/veranstaltungen\/workshops\/fuenf-jahre-kerndatensatz-forschung-im-deutschen-wissenschaftssystem-umsetzung-entwicklungen-und-perspektiven\/programm\/\">Veranstaltungswebseite <\/a>verlinkt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/hawksey.info\/tagsexplorer\/?key=1k-qIt4ai16pZq_t7oKihhY5D7ctD36_6uKjo02yvwRw&amp;gid=400689247\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-2327 alignnone\" src=\"https:\/\/blog.dini.de\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Bildschirmfoto-2020-11-09-um-17.13.06-1024x718.png\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"718\" srcset=\"https:\/\/blog.dini.de\/EPub_FIS\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Bildschirmfoto-2020-11-09-um-17.13.06-1024x718.png 1024w, https:\/\/blog.dini.de\/EPub_FIS\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Bildschirmfoto-2020-11-09-um-17.13.06-300x210.png 300w, https:\/\/blog.dini.de\/EPub_FIS\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Bildschirmfoto-2020-11-09-um-17.13.06-768x538.png 768w, https:\/\/blog.dini.de\/EPub_FIS\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Bildschirmfoto-2020-11-09-um-17.13.06-1536x1077.png 1536w, https:\/\/blog.dini.de\/EPub_FIS\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/Bildschirmfoto-2020-11-09-um-17.13.06.png 1786w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zum Auftakt reflektierte Sophie Biesenbender \u00fcber die praktischen Herausforderungen des Kerndatensatz Forschung als Standard f\u00fcr Forschungsinformationen in Deutschland. Ihn anzuwenden, erfordert sowohl bei den Datenerzeugern wie bei den Datennachfragern Interpretation, die gerade im Hinblick auf bereits etablierte Indikatorik durchaus arbeitsreich sein kann. Einen \u00dcberblick \u00fcber den Standard gibt <a href=\"https:\/\/www.kerndatensatz-forschung.de\/downloads\/KDSF.mp4\">ein neues Video<\/a>. Rainer Lange stellte die frisch erschienene <a href=\"https:\/\/www.wissenschaftsrat.de\/download\/2020\/8652-20.pdf\">Stellungnahme des Wissenschaftsrats<\/a> zum Kerndatensatz vor. Die damit betraute Arbeitsgruppe habe verschiedene Anwendungsszenarien entwickelt, zum Beispiel &#8222;Benchmarkingclubs&#8220; unter verbundenen Einrichtungen. Ein wichtiger Schritt sei die verbindlichere Nutzung des Kerndatensatz Forschung durch die Datennachfrager und die Etablierung einer Governance und eines Prozesses f\u00fcr den Erhalt des Standards. Nach der Mittagspause schloss sich ein Bericht \u00fcber eine bereits erfolgte Anwendung aus der Perspektive eines gro\u00dfem Datennachfragers an: Dr. Verena Witte (Gesch\u00e4ftsstelle des Wissenschaftsrats) informierte \u00fcber die aus ihrer Sicht erfolgreiche Nutzung des KDSF f\u00fcr die Erhebung quantitativer Daten im Rahmen der F\u00f6rderlinie Exzellenzuniversit\u00e4ten der Exzellenzstrategie. Vergleichbarkeit und Validit\u00e4t der gelieferten Daten aufgrund belastbarer Definitionen seien ein Pluspunkt gewesen, zudem habe es eine verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig geringe Anzahl an R\u00fcckfragen zu den Definitionen gegeben, f\u00fcr deren Beantwortung \u00fcberdies das Helpdesk eingesprungen sei. Der Wissenschaftsrat wolle auch im weiteren Prozess m\u00f6glichst auf die Erhebung solcher quantitativen Daten setzen, die im KDSF definiert seien.<\/p>\n<p>Die nachmitt\u00e4gliche Podiumsdiskussion l\u00e4utete der Journalist <a href=\"https:\/\/www.jmwiarda.de\/\">Jan-Martin Wiarda<\/a>\u00a0mit der provokativen Frage &#8222;Ist der KDSF wirklich eine gro\u00dfe Erfolgsgeschichte?&#8220; ein. Unter seiner Moderation diskutierten Dr. S\u00f6ren Wiesenfeldt (Helmholtz-Gesch\u00e4ftsstelle), Dr. Reingis Hauck (Leibniz Universit\u00e4t Hannover), Christian Tusch (Ministerium f\u00fcr Kultur und Wissenschaft NRW) und Dr. Rainer Lange (Gesch\u00e4ftsstelle des Wissenschaftsrats) \u00fcber die Bekanntheit des KDSF und seine Nutzung, die Weiterentwicklung des Standards (vielleicht auch \u00fcber das Thema Forschung hinaus?) sowie \u00fcber Datenschutz und die umstrittene Frage der Leistungsbewertung. Das Fazit zur Eingangsfrage fiel schlie\u00dflich dahingehend aus, dass der KDSF schon jetzt ein Erfolg sei, weil er die systematische Besch\u00e4ftigung mit Forschungsinformationen an den verschiedenen Einrichtungen angesto\u00dfen habe und \u00fcberhaupt eine Einigung auf die Definitionen \u00fcber die Forschungsorganisationen hinweg gelungen sei. Der Aufwand, den die Einf\u00fchrung einer strukturierten Datenhaltung lokal auch in finanzieller Hinsicht bedeutet, d\u00fcrfe nicht untersch\u00e4tzt werden. Auf der &#8222;Haben-Seite&#8220; stehe allerdings die Hoheit \u00fcber die eigenen Daten und eine substantielle Grundlage f\u00fcr die immer zu treffenden Entscheidungen bzw. Berichtsanl\u00e4sse der Organisation. Aus Herrn Langes Perspektive ist der &#8222;tipping point&#8220; f\u00fcr den KDSF noch nicht erreicht &#8211; aber auch er sieht den Hauptaufwand im guten Datenmanagement und hofft, dass auch die neue &#8222;Kommission f\u00fcr Forschungsinformationen in Deutschland&#8220; (KFiD) daf\u00fcr sorgen wird, dass sich eine aktive &#8222;Community of Practice&#8220; f\u00fcr das Datenmanagement etabliere.<\/p>\n<h1>Autorinnen<\/h1>\n<p>Dieser Beitrag ist verfasst von Eiken Friedrichsen und Barbara Ebert.<\/p>\n<h1>Zitiervorschlag<\/h1>\n<p>Friedrichsen, Eiken. \u201e1. Tag Des Workshops \u201a5 Jahre KDSF Im Deutschen Wissenschaftssystem\u2018.\u201d <em>Blog der DINI AGs FIS &amp; EPUB<\/em>, 2020. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.57689\/DINI-BLOG.20201109\">https:\/\/doi.org\/10.57689\/DINI-BLOG.20201109<\/a>.<\/p>\n<hr \/>\n<p><em><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Diese<\/span>r Beitrag <span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">\u2013<\/span> <span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">ausgenommen<\/span> <span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Zitate<\/span> <span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">und<\/span> <span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">anderweitig <\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">gekennzeichnete<\/span> <span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Teile<\/span> <span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">\u2013<\/span> <span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">ist<\/span> lizenziert <span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">unter<\/span> <span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">der<\/span> <a href=\"http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/4.0\/\" rel=\"license\">Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz<\/a> (<span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">CC<\/span> <span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">BY<\/span> <span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">4.0<\/span>).<\/em><br \/>\n<a href=\"http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/4.0\/\" rel=\"license\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.creativecommons.org\/l\/by\/4.0\/88x31.png\" alt=\"Creative Commons Lizenzvertrag\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 9. und 10. 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