{"id":488,"date":"2020-02-17T15:37:04","date_gmt":"2020-02-17T14:37:04","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.tib.eu\/wp\/fis\/?p=488"},"modified":"2020-02-17T15:37:04","modified_gmt":"2020-02-17T14:37:04","slug":"empfehlung-kdsf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.dini.de\/EPub_FIS\/2020\/02\/17\/empfehlung-kdsf\/","title":{"rendered":"Gemeinsame Empfehlung der DINI AGs E-Pub, FIS und KIM zum Kerndatensatz Forschung"},"content":{"rendered":"<h1>Einf\u00fchrung<\/h1>\n<p>Seit der Ver\u00f6ffentlichung der Empfehlungen zur Spezifikation des Kerndatensatz Forschung (KDSF) durch den Wissenschaftsrat 2016 wird die Einf\u00fchrung von Forschungsinformationssystemen als zentrale Nachweis- und Berichtsinstrumente zu den eigenen Forschungsaktivit\u00e4ten und -ergebnissen an vielen Hochschulen intensiv diskutiert. Dies erfolgt oft in Abstimmung aller Beteiligten innerhalb der jeweiligen Hochschule oder Forschungseinrichtung. Mit Blick auf den gro\u00dfen Bereich \u201ePublikationen\u201c geh\u00f6ren zu den Beteiligten auch Bibliotheken bzw. konkret Repositorienbetreibende. An diese richtet sich dieser Blogbeitrag vornehmlich.<\/p>\n<p>F\u00fcr Publikationstypen gibt es anerkannte, standardisierte Beschreibungen, die auf Nachnutzung und Austausch der Metadaten und Ver\u00f6ffentlichungen zielen.Teil davon ist seit 2010 das <a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.18452\/1492\">Gemeinsame Vokabular f\u00fcr Publikations- und Dokumenttypen<\/a>, das angesichts der Verbreitung und Verwendungskontexte als etabliert angesehen werden kann: f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/dini.de\/dienste-projekte\/dini-zertifikat\/\">DINI-Zertifizierung der Repositorien<\/a> ist es genauso Voraussetzung wie f\u00fcr die Pflichtablieferung an die Deutsche Nationalbibliothek (DNB).<\/p>\n<p>Analog zum Gemeinsamen Vokabular ist auch der <a href=\"https:\/\/kerndatensatz-forschung.de\/version1\/Spezifikationstabelle_KDSF_v1_komplett.html\">KDSF<\/a> ein definitorischer Standard zu Metadaten von Forschungsaktivit\u00e4ten und -ergebnissen, der jedoch im Wesentlichen auf die Nutzung f\u00fcr die Forschungsberichterstattung ausgerichtet ist. Nicht in allen Belangen ist die Spezifikation des KDSF deckungsgleich mit dem Gemeinsamen Vokabular. Um eine gemeinsame Nutzung und Verbreitung der Metadaten zu Publikationen zu erm\u00f6glichen, besteht Handlungsbedarf zur Harmonisierung von KDSF und Gemeinsamem Vokabular.<\/p>\n<p>DINI reagiert auf diesen Handlungsbedarf mit einer gemeinsamen Initiative der drei Arbeitsgruppen (AGs) <a href=\"https:\/\/dini.de\/ag\/e-pub\/\">Elektronisches Publizieren (E-Pub)<\/a>, <a href=\"https:\/\/dini.de\/ag\/fis\/\">Forschungsinformationssystem (FIS)<\/a> und <a href=\"https:\/\/dini.de\/ag\/kim\/\">Kompetenzzentrum Interoperable Metadaten (KIM)<\/a>.<\/p>\n<p>Ziel ist es, auf eine Kompatibilit\u00e4t von KDSF und Gemeinsamen Vokabular hinzuwirken, damit sowohl eine KDSF-konforme Forschungsberichterstattung als auch der Betrieb von Repositorien mit ihren zugeh\u00f6rigen Ablieferungspflichten (DNB, OpenAIRE) sichergestellt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im ersten Schritt wurden die Spezifikation des KDSF und das Gemeinsame Vokabular detailliert verglichen, um die f\u00fcr eine Kompatibilit\u00e4t notwendigen \u00c4nderungen bzw. Weiterentwicklungen f\u00fcr beide Standards zu bestimmen.<\/p>\n<div>Die wichtigsten Ergebnisse sind:<\/div>\n<ul>\n<li>In einigen F\u00e4llen ist ein direktes Mapping von Publikationstypen m\u00f6glich.<\/li>\n<li>In vielen F\u00e4llen ist der KDSF differenzierter als das Gemeinsame Vokabular. Dazu wurde festgehalten, dass im Rahmen einer Aktualisierung des Gemeinsamen Vokabulars eine Hierarchisierung eingef\u00fchrt werden soll. Dies erm\u00f6glicht in Zukunft eine spezifischere Berichterstattung, die KDSF-konform ist. Eine umfangreiche Migration von Altdaten mit einer weniger spezifischen, gem\u00e4\u00df dem aktuell g\u00fcltigen Gemeinsamen Vokabular erfolgten Erfassung, ist jedoch nicht erforderlich.Trotzdem wird es Interpretationsspielraum geben hinsichtlich dessen, was nach dem KDSF ausgeliefert wird.<\/li>\n<li>Einige Definitionen im KDSF sind nicht eindeutig und die Anforderungen damit nur bedingt umsetzbar.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Zur Umsetzung dieser Ergebnisse wurden zum einen im Winter 2019 Empfehlungen an den Beirat des Helpdesk des KDSF \u00fcbermittelt mit der Bitte um Ber\u00fccksichtigung im Rahmen der kontinuierlichen Weiterentwicklung des KDSF. Zum anderen gibt es konkrete Anregungen f\u00fcr die Aktualisierung des Gemeinsamen Vokabulars, die in den n\u00e4chsten Monaten angegangen werden. Weiterhin wurde ein Mapping zwischen dem Gemeinsamen Vokabular und den KDSF-Begriffen erstellt. Auf <a href=\"mailto:kathrin.hoehner@tu-dortmund.de\">Anfrage<\/a> kann dieses Mapping, das eine reine Empfehlung darstellt, gern auch zugesandt werden.<\/p>\n<h1>Gemeinsame Empfehlungen f\u00fcr den Bereich &#8222;Publikationen&#8220; des KDSF<\/h1>\n<p>Im folgenden werden die gemeinsamen Empfehlungen kurz vorgestellt:<\/p>\n<blockquote>\n<h2>Vorschl\u00e4ge zur Einf\u00fchrung neuer Publikationstypen in den KDSF<\/h2>\n<p>Aus Sicht der AGs erscheint eine Erweiterung des KDSF um drei neue Publikationstypen sinnvoll, die im Folgenden detailliert dargestellt werden: Konferenzbeitr\u00e4ge, Konferenzb\u00e4nde sowie Internetplattformen (Blogs, Webauftritte,&#8230;).<\/p>\n<h3>Konferenzbeitrag<\/h3>\n<ul>\n<li>Beitr\u00e4ge auf wissenschaftlichen Konferenzen und Tagungen sind unter anderem in den Ingenieurwissenschaften, \u00fcbliche Publikationsformen. Im gegenw\u00e4rtigen Stand der Spezifikationen des KDSF spiegeln sich die verschiedenen Formen von Konferenzbeitr\u00e4gen nicht umf\u00e4nglich bzw. explizit ausdifferenziert wider.<\/li>\n<li>Es wird daher empfohlen, einen neuen Publikationstyp \u2018Konferenzbeitrag\u2019 einzuf\u00fchren, der sich in die Untertypen \u2018Poster\u2019, \u2018Vortragsfolien\u2019, \u2018Meeting Abstract\u2019 und \u2018Beitrag\/Paper\u2019 gliedert. Dabei ist der bereits vorhandene Dokumenttyp \u2018Meeting Abstract\u2019 (Pu48) zu ber\u00fccksichtigen und in der Definition zu sch\u00e4rfen. Dar\u00fcber hinaus sollten die vorhandenen Publikationstypen \u2018Konferenzposter\u2019 (Pu26) und \u2018Wissenschaftliche Vortragsfolien\u2019 (Pu44) integriert werden.<\/li>\n<li>Die Definition des bestehenden Publikationstyps \u2018Artikel\u2019 (Pu25) muss dementsprechend \u2018Konferenzbeitr\u00e4ge\u2019 (z. B. \u2018Meeting Abstract\u2019) explizit ausschlie\u00dfen.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Konferenzband<\/h3>\n<ul>\n<li>Neben Beitr\u00e4gen auf wissenschaftlichen Konferenzen (vgl. 2.1) haben auch herausgegebene Konferenzb\u00e4nde gegen\u00fcber weiteren Formen des Sammelbands in verschiedenen Disziplinen eine gesonderte Bedeutung. Konferenzb\u00e4nde sollten daher als eigenst\u00e4ndiger Publikationstyp im KDSF ausgewiesen werden.<\/li>\n<li>Es wird vorgeschlagen, Konferenzb\u00e4nde als Untertyp zu \u2018Buch\u2019 (Pu22) (ggf. als Element der Schale) einzuf\u00fchren. In der bibliothekarischen Praxis wird \u2018Konferenzband\u2019 im Allgemeinen explizit als Untertyp eines Sammelbands (siehe Publikationstyp \u2018Sammelband\u2019 (Pu23) oder als Teil einer Serie (Periodikum) kenntlich gemacht. Hierbei ist zu beachten, dass die bestehende Definition von \u2018Sammelband\u2019 (Pu23) entsprechend durch explizites Ausschlie\u00dfen von Konferenzb\u00e4nden angepasst werden m\u00fcsste.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Internetplattformen (Blogs, Webauftritte,&#8230;)<\/h3>\n<ul>\n<li>Nicht zuletzt im Zusammenspiel mit Entwicklungen im Bereich Open Science und Open Research erfahren Publikationswege abseits der \u00fcblichen akademischen Formate zunehmend an Bedeutung, \u00fcber die Erkenntnisse fr\u00fchzeitig geteilt, offen zug\u00e4nglich, kommentiert und interaktiv erlebbar und nachvollziehbar gemacht werden k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>Es wird daher angeregt, einen Publikationstyp einzuf\u00fchren, der Webseiten, Webauftritte und Blogs \u00fcber den bestehenden Publikationstyp \u2018Beitr\u00e4ge\/Interviews in nicht-wissenschaftlichen Medien\u2019 (Pu39) hinaus abdeckt. Im bibliothekarischen Regelwerk wird hierf\u00fcr der Begriff \u2018Integrierende Ressource\u2019 verwendet. Hierbei geht es aber nicht um einzelne Beitr\u00e4ge, sondern um Blogs und Webauftritte als Gesamtkonzept.<\/li>\n<li>Es wird daher empfohlen, Blogbeitr\u00e4ge differenzierter zu erfassen \u2013 sind diese nicht wissenschaftlich, sollten sie wie bereits im KDSF vorgesehen als \u2018Beitr\u00e4ge\/Interviews in nicht-wissenschaftlichen Medien\u2019 (Pu39) erfasst werden. Zus\u00e4tzlich sollte eine weitere Abgrenzungsm\u00f6glichkeit f\u00fcr Beitr\u00e4ge in wissenschaftlichen Blogs in Form eines weiteren Publikationstyps eingef\u00fchrt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Definitionen im Bereich \u2018Publikationen\u2019 des KDSF<\/h2>\n<p>Die Auseinandersetzung mit dem KDSF in der \u00fcbergreifenden AG hat gezeigt, dass auf zwei Ebenen im Bereich der Publikationen Bedarf an einer Sch\u00e4rfung von Definitionen vorhanden ist.<\/p>\n<h3>Hierarchie zwischen Publikations- und Dokumenttyp<\/h3>\n<p>Die eine Ebene betrifft die Hierarchie zwischen Publikations- und Dokumenttyp (Pu6 bzw. Pu101). Es scheint, als sei \u2018Dokumenttyp\u2019 (Pu101) immer ein Untertyp, eine Spezifikation von \u2018Publikationstyp\u2019 (Pu6). In manchen F\u00e4llen werden inhaltliche Kriterien (wie bspw. bei \u2018Quellenedition\u2019 (Pu47 bzw. Pu130), \u2018Bibliographie\u2019 (Pu24 bzw. Pu129), in anderen F\u00e4llen hingegen formale Kriterien zur Unterscheidung zwischen Publikations- und Dokumenttyp herangezogen. Zudem kommen die Typen \u2018Quellenedition\u2019 und \u2018Bibliographie\u2019 sowohl als Publikationstyp (Pu47 bzw. Pu24) als auch als Dokumenttyp (Pu130 bzw. Pu129) vor.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund wird empfohlen, eine Konsistenz in der Verwendung von Publikationstypen und Dokumenttypen zu schaffen. Hierzu w\u00fcrde unter anderem beitragen, wenn einzelne Typen nur auf einer der beiden Ebenen (Publikations- oder Dokumenttyp) \u2013 und nicht wie gegenw\u00e4rtig auf beiden Ebenen \u2013 vorkommen. Dazu werden folgende Alternativen vorgeschlagen:<\/p>\n<ul>\n<li>\u2018Dokumenttypen\u2019 (Pu101) werden als Unterordnung des Publikationstyps \u2018Artikel\u2019 (Pu25) abgeschafft oder<\/li>\n<li>\u2018Dokumenttypen\u2019 werden ebenfalls beim Publikationstyp \u2018Buch\u2019 (Pu22) eingef\u00fchrt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sollte diese \u00dcber-\/Unterordnung Fortbestand haben, wird weiterhin empfohlen, die Begrifflichkeiten so anzupassen, dass nicht mehr zwischen \u2018Publikationstyp\u2019 und \u2018Dokumenttyp\u2019, sondern zwischen \u2018Publikationstyp\u2019 und \u2018Unter\/Sub-Publikationstyp\u2019 unterschieden wird.<\/p>\n<h3>Definition spezieller Publikationstypen<\/h3>\n<p>Die zweite Ebene betrifft die Definition der Publikationstypen: \u2018ePaper\u2019 (Pu29) und \u2018Forschungsdaten\u2019 (Pu38) sowie des Merkmals \u2018Ressource\u2019 (Pu102).<\/p>\n<h4>\u2018ePaper\u2019 (Pu29)<\/h4>\n<ul>\n<li>Die gegenw\u00e4rtige Definition erscheint sehr weit und damit unscharf gefasst. So k\u00f6nnten Artikel, die in einer rein digital publizierten Zeitschrift erscheinen, sowohl als \u2018ePaper\u2019 (Pu29) als auch als \u2018Journalartikel\u2019 (Pu11) definiert werden.<\/li>\n<li>Es ist nicht eindeutig, wof\u00fcr das \u2019e\u2018 vor dem Begriff \u2018Paper\u2019 steht. In diesem Zusammenhang stellt die beispielhafte Nennung in der bestehenden Definition von \u2018Preprints\u2019 keine eindeutige und abschlie\u00dfende Definition dar Auch impliziert der Verweis auf den Ver\u00f6ffentlichungsort bei \u2018ePaper\u2019 einen Bruch mit der Klassifikation der restlichen Unterkategorien des Publikationstyps \u2019Artikel\u2019 (Pu25), die rein formal sind (vgl. \u2018Journalartikel\u2019 (Pu11) und \u2018Sammelbandbeitrag\u2018\u2019(Pu23).<\/li>\n<li>In diesem Zusammenhang empfiehlt sich auch eine eindeutige Abgrenzung zum Publikationstyp \u2018Arbeitspapier\/Forschungsbericht\u2019 (Pu37) und zum Dokumenttyp \u2018Wissenschaftlichen Artikel\u2019 (Pu112). So ist beispielsweise nicht klar, ob Thesen- und Positionspapiere unter \u2018ePaper\u2019 aufzufassen sind.<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Forschungsdaten<\/h4>\n<ul>\n<li>Es w\u00e4re w\u00fcnschenswert, wenn der Publikationstyp \u2018Forschungsdaten\u2019 (Pu38) genauer definiert und Erl\u00e4uterungen hierzu formuliert w\u00fcrden. So w\u00e4re einerseits eine Aufz\u00e4hlung von Typen von Forschungsdaten hilfreich, die auch einschlie\u00dft, ob nur digitale oder auch analoge Daten gemeint sind. Andererseits sind Abgrenzungen notwendig, da auch Publikationen Forschungsdaten darstellen k\u00f6nnen.<\/li>\n<\/ul>\n<h4>Ressource<\/h4>\n<ul>\n<li>Es scheint, dass das Merkmal \u2018Ressource\u2019 (Pu102) mit seinen nach der Erscheinungsform differenzierten Auspr\u00e4gungen (Text, Bild, Audio, bewegte Bilder) einerseits einen gewissen Bezug zu Publikationstypen aufweist, auf der anderen Seite jedoch auf einer anderen Ebene als die weiteren Merkmale von Publikationstypen zu stehen scheint. Der Bezug dieses Merkmals zu den weiteren Merkmalen wie auch die Definition der Auspr\u00e4gungen bleiben hingegen unklar.<\/li>\n<li>Daher w\u00e4re es w\u00fcnschenswert, wenn die Beziehung von \u2018Ressource\u2019 zu den anderen Merkmalen einer Publikation sowie des Merkmals und dessen Auspr\u00e4gungen eindeutig definiert w\u00fcrde.<\/li>\n<\/ul>\n<\/blockquote>\n<h1>Fazit<\/h1>\n<h2>Harmonisierung von KDSF und Gemeinsamen Vokabular<\/h2>\n<p>F\u00fcr Repositorienbetreibende kann sich aus der Harmonisierung von KDSF und Gemeinsamen Vokabular die Konsequenz ergeben, dass die Erfassungen im Repositorium zu \u00e4ndern sind \u2013 so kann es z.B. notwendig werden, neue Publikationstypen einzuf\u00fchren.<br \/>\nDaher sollte zun\u00e4chst innerhalb der eigenen Institution gekl\u00e4rt werden, in welcher Form und mit welchen Datenquellen eine KDSF-konforme Berichterstattung erfolgen soll. Denn die Spezifikation des KDSF verpflichtet nicht, die Daten 1:1 in den spezifizierten Strukturen des KDSF zu erheben, sondern die relevanten Datenquellen (u. a. auch Repositorien) hierzu kompatibel zu machen, sodass hieraus KDSF-konforme Berichte erstellt werden k\u00f6nnen. Unabh\u00e4ngig hiervon obliegt es stets den abliefernden Institutionen, welche Daten sie bei einer Anfrage ausliefern wollen oder k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2>Einbettung in\/Beziehung zu internationalen Vokabularen<\/h2>\n<p>Aktuell gibt es im Bibliotheksbereich mehrere Vokabulare f\u00fcr Publikationstypen, die sich im Hinblick auf Aktualit\u00e4t und geographische Verbreitung unterscheiden. Das Gemeinsame Vokabular der DINI ist im deutschsprachigen Raum verbreitet, w\u00e4hrend das in den OpenAIRE-Guidelines verwendete Vokabular in europ\u00e4ischen Projektzusammenh\u00e4ngen entstanden ist. Das Vokabular der Confederation of Open Access Repositories (COAR) auf internationaler Ebene ist im Begriff die OpenAIRE-Definitionen abzul\u00f6sen.<\/p>\n<p>Es muss jedoch festgehalten werden, dass sich Vokabulare erst mit erheblichem Zeitverzug in der Praxis durchgesetzt haben. DINI-Vokabulareintr\u00e4ge (im nationalen Rahmen) und OpenAIRE-Eintr\u00e4ge kommen inzwischen in Publikationsmetadaten in gro\u00dfer Anzahl vor, w\u00e4hrend die vergleichsweise neuen COAR-Publikationstypen in der Praxis noch eine sehr geringe Rolle spielen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Repositorienbetreibende bleibt aktuell die Aufgabe, sich auf die Vergabe von Metadaten f\u00fcr Publikationstypen in ihrem Repository-System zu konzentrieren. Daf\u00fcr, dass diese Metadaten sowohl mit dem Gemeinsamen Vokabular als auch mit COAR konsistent sind, k\u00f6nnen Repositoriumsbetreibende Sorge tragen. F\u00fcr die Kompatibilit\u00e4t mit dem KDSF wurden im Rahmen unserer Initiative erste Empfehlungen formuliert. Die Umsetzung der Anpassungen der (inter)nationalen Vokabulare erfolgt \u00fcblicherweise \u00fcber das Einspielen neuer Softwareversionen und liegt damit nicht direkt in den H\u00e4nden der Repositoriumsbetreibenden. Diese zuk\u00fcnftigen L\u00f6sungen m\u00fcssen die g\u00e4ngigen Vokabulare unterst\u00fctzen und dabei auch die KDSF-Kompatibilit\u00e4t ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>Unsere Initiative freut sich \u00fcber Feedback von Repositoriumsbetreibenden und anderen Personen, die sich mit den Definitionen im Bereich Publikationen besch\u00e4ftigen \u2013 gerne auch direkt als Kommentar auf diesen Blogbeitrag.<\/p>\n<h1>Autorin und Autoren<\/h1>\n<p>Dieser Beitrag ist verfasst von Kathrin H\u00f6hner, Sebastian Herwig und Friedrich Summann.<\/p>\n<h1>Zitiervorschlag<\/h1>\n<p>Hoehner, Kathrin, Sebastian Herwig, and Friedrich Summann. \u201eGemeinsame Empfehlung Der DINI AGs E-Pub, FIS Und KIM Zum Kerndatensatz Forschung.\u201d <em>Blog der DINI AGs FIS &amp; EPUB<\/em>, 2020. <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.57689\/DINI-BLOG.20200217\">https:\/\/doi.org\/10.57689\/DINI-BLOG.20200217<\/a>.<\/p>\n<hr \/>\n<p><em><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Diese<\/span>r Beitrag <span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">\u2013<\/span> <span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">ausgenommen<\/span> <span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Zitate<\/span> <span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">und<\/span> <span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">anderweitig <\/span><span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">gekennzeichnete<\/span> <span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">Teile<\/span> <span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">\u2013<\/span> <span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">ist<\/span> lizenziert <span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">unter<\/span> <span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">der<\/span> <a href=\"http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/4.0\/\" rel=\"license\">Creative Commons Namensnennung 4.0 International Lizenz<\/a> (<span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">CC<\/span> <span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">BY<\/span> <span dir=\"ltr\" role=\"presentation\">4.0<\/span>).<\/em><br \/>\n<a href=\"http:\/\/creativecommons.org\/licenses\/by\/4.0\/\" rel=\"license\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/i.creativecommons.org\/l\/by\/4.0\/88x31.png\" alt=\"Creative Commons Lizenzvertrag\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einf\u00fchrung Seit der Ver\u00f6ffentlichung der Empfehlungen zur Spezifikation des Kerndatensatz Forschung (KDSF) durch den Wissenschaftsrat 2016 wird die Einf\u00fchrung von Forschungsinformationssystemen als zentrale Nachweis- und Berichtsinstrumente zu den eigenen Forschungsaktivit\u00e4ten und -ergebnissen an vielen Hochschulen intensiv diskutiert. 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